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Polenurlaub

Mit blutbeschmierten Händen öffnete ich das Taxi und deutete den Fahrer an sich zu beeilen. Entgeistert starrte er mich an und konnte sich nicht bewegen. "Zum Flughafen, los! airport, aeropuerto, loos!"

Er verstand sofort, zögerte aber. Ich holte ein paar Geldscheine aus meiner Tasche, die ich ihm vors Gesicht hielt. Er gab Gas...

-------------------------------------Schnitt-----------------------------------

Ich muss weiter ausholen...

Ich wurde vor elf Tagen angerufen und gesagt bekommen ich solle Unterwäsche für zehn Tage einpacken und ausschlafen, es würde morgen eine lange Reise im Auto werden. Zwölf Stunden sollte die Fahrt dauern, sieben wurden es. Bei insgesamt 1200 Km von denen 800 Autobahn waren und bei durchschnittlich 200 Km/h dürfte sich das erklären. Wir waaren fünf Personen. Rafael, ein Freund aus der Schule, seine Eltern, die geschäftlich nach Köln gekommen waren und uns zu einem Aufenthalt in ihrer Wohnung einluden. Wir, das sind mein Bruder und ich, meine Mutter blieb zu Hause. Nach Warschau sollte es gehen. Uns erwartete Rafaels Opa, der kein Deutsch verstand aber sehr freundlich war.

Wir entluden das volle Auto und gesellten uns zu den Übrigen, wo das Abendessen bereits auf uns wartete.

Die restliche Woche kann man zusammenfassen:

- Fussball spielen

- Auf der PS3 drei Spiele durchspielen (yeah!)

- Verschwörungstheorien nachgehen

- Fotos von Warschaus Altstadt gemacht (obwohl diese Stadt nicht gerade für ein Wahrzeichen bekannt ist, so hat mich das Höchste Gericht beeindruckt! Eine riesige Tempelkonstruktion auf blauen quadratischen Säulen mit lateinischen Gerichtszitaten/beschlüssen bemeißelt.)

Und für alle, die mich bereits aufgegeben haben, danke für eure aufrichtige Besorgnis um mich, aber ich habs auch ohne Alkohol und Zigaretten geschafft. Nur die Sache mit dem Klo war problematisch... ich finds unhöflich, wenns nicht gerade mein Klo ist... Das erste was ich dann getan habe, als ich nach Hause kam dürfte damit ja klar sein... erstmal eine geraucht ;P

Es ist doch nicht zum oben angefangenen Roman gekommen... ich musste die Gastfamilie nicht umbringen, weil sie hinterhältig versucht hatten mich zu erstechen, ich musste auch nicht einen polnischen Taxifahrer auf spanisch anbrüllen um zum Flughafen zu gelangen und mit Euros hätte selbiger auch nichts anfangen können, zumal in Polen noch mit Zloty bezahlt wird, der Kurs liegt momentan bei 3,28...

 

Während meines Aufenthalts in Polen habe ich auch einige hilfreiche polnische Redewendungen gelernt.

Borats bekanntes Jak Sie Masz ist keineswegs Kasachisch, sondern polnisch und bedeutet "Wie gehts?"! Die Antwort lautet bei Wohlbefinden Dobre Sie Mam.

Dobre heißt gut, Gien Dobre, leicht erkennbar, "Guten Tag"

dziekuje bedeutet "Danke"

zostaw heißt "Lass das!"

Besonders hilfreich: Powiedz mamie ze pozniej jej zaplacę = Sag deiner Mama ich bezahl sie später! xDD

 

Soviel dazu...

Der Letzte Tag brach an, ganz gemütlich packten wir unsere Sachen und fuhren zum Bahnhof, kamen eine Stunde früher dort an und mussten auch noch 10 Minuten warten... was in diesen 10 Minuten passierte erfuhren wir dann auch so an der Grenze zu Deutschland... Schlafwagen waren reserviert, Sitzplätze bekamen wir. Der Wagon wurde ausgewechselt, keine Ahnung weshalb. Jedenfalls war ich dann von 10:00 a.m. bis 11:00 p.m. am nächsten Tag wach... ohne schwarzes Gold... Doch das beste kam erst noch: Ankunft sollte um 6:14 in Köln Hbf sein... 5 Stunden 40 Minuten und nochmal 20 Minuten fürs umsteigen in Dortmund, weil der Zug dann kurzfristig nach Oberhausen fuhr, später, kamen wir erst in Köln an, die Verspätung war aufgrund einer Schienensperre vor Berlin... argh...

Direkt aus dem Zug stürmte ich zum ServicePoint am Kölner Hauptbahnhof wo ich müde, hungrig und angepisst eine halbe Stunde Schlange stehen musste nur um ein Kärtchen mit einer Nummer zu bekommen bei der wir uns melden sollten um das Geld zurückzubekommen. Irgendwie wird die Verantwortung immer hin und her geschoben... ich guck mal wie das weitergeht. Hierbei geht es um mehr als Geld. Es geht um Gerechtigkeit und Kritikaufnahmefähigkeit des kapitalistischen Wirtschftssystems. Bisher schlägt sich dieses nicht sehr erfolgreich...

Warten...

6.8.08 12:57


Meine Erlebnisse in Haiger als Brief an eine Freundin

 Hey

[..] 

Jedenfalls war es, wie es sich für so alte leute gehört, ziemlich langweilig, nach unzähligen Kontakten meines Kopfes mit diesem Mottenfangding, habe ich es aufgegeben in die Küche zu rennen sondern der Nachbarin und ihrem Mann zwei Stückchen Kuchen gebracht, die sie dankbar entgegengenommen hat. Was das Essen angeht, die essen alles mit Fleisch, aber in einem gesunden Mix aus Salaten und Kartoffeln, Beilagen und Getränken, alles in allem sehr konservativ eingerichtet. Achja, die beiden sind übrigens sehr Baptistisch, ein Grund mehr, dass meine Mum sich mit ihnen zofft, weil das so ziemlich ihrer Religiösen Vorstellung entspricht... Da siehst du mal wohin uns das alles führt... Religion...
Mein Opa ist aber richtig cool, macht andauernd Judenwitze (im netten Sinne, er meint es nicht böse) und ist auch sonst ein ganz witziger Typ. Wenn ihm mal was zu schaffen macht dann ist es der Blutdruck, der Schlafmangel oder sein Sohn (mein Onkel, der Werner) der ihm regelmäßig einen steigenden Betrag seiner Rente abknöpft, damit er sein Haus weiter bauen kann... bisher ist das Ergebnis eher fragwürdig, aber der Typ hat noch nie was auf die Beine gebracht. Obwohl, doch, das Haus ist bisher noch nicht eingestürzt...
Was ich besonders lustig finde ist der Haiger Akzent. Nach jedem Satz kommt ein angehängtes ",gell" was etwa unserem ",ne!?" entspricht.
Womit wir uns dort beschäftigt haben fragst du jetzt sicher!?
Naja, der Werner hatte zumindest eine Gitarre, unser Cousin, der Stefan, war auch da und ein Fussball ließ sich auch auftreiben...
Fazit: der Gedanke an Haiger ist glücklicherweise zusammenklappbar, so dass noch Platz für weitere schönere Gedanken existiert...

[...]

Wie ihr seht war Haiger toll... richtig spannend, das einzige was mein Wochenende gerettet hat war ein wenig Action im negativen Sinne, aber nichtsdestotrotz Action...

Man sieht sich...

Domi 

25.8.08 17:57


Kölner Dreikönigssänger

Hallo...

Ich denke es ist an der Zeit etwas über meine Hobbies zu berichten. Zunächst einmal im Groben: Ich singe in einem Kölner Männerchor dessen Dirigent ein Musiklehrer meiner Schule ist - der mit Abstand beste Leader und Musiker den ich kenne. Sein Repertoire ist unerschöpflich, sein Ehrgeiz unübertreffbar. Aber nun zum wesentlichen:

Seit einem halben Jahr bin ich nun schon bei den Kölner Dreikönigssängern, habe mit der Truppe an dem in kreis Werl stattfindenden Meisterchorwettbewerb teilhaben dürfen (leider kein Meisterchor geworden, aber wir übern ja noch fleißig) und zudem üben wir im Moment für den nächsten Sonntag, in Wuppertal und für den 12. September in der Schwarzen Mutter Gottes in Köln.

Eingeteilt ist der Chor in vier Bereiche: Tenor I, Tenor II, Bass I, BassII, in der Höhe zunehmend. Ich bin Bass I.

Angefangen hat das ganze damit, dass Andreas mich in einem Nebensatz gefragt hatte ob ich denn nicht mal Lust hätte in einem Chor zu singen wo altlateinische und altdeutsche Stücke... "nee, du, ist nicht so meine Kiste" hab ich ihn dann unterbrochen, ein paar Taage dannach kam der Musiklehrer (dessen Namen ich nicht erwähne, da nach seinem Einverständnis nicht gefragt worden ist)... kam dann also zu mir und machte diesen Blick "Du tust jetzt was ich dir sage" und ich habe mich derart davon hypnotisieren lassen, dass ich also mal an einem Mittwoch abend um 19:00h vor seiner Haustür stand und Leuten die Hand schüttelte....

Ich bekam nun ein paar Noten in die Hand gedrückt und man teilte mich als Bass I zu, in dem auch der Joseph, der seitdem mein persönlicher Mentor und Notenkorrektor war.

Beim zweiten mal kannten mich dann alle als "Dominique, Bass I" -.-

 

Ich kann sagen, dass mich diese Truppe wirklich sehr weit gebracht hat, was Singen angeht. Ich habe bei meinem Musiklehrer sehr viel gelernt, weil er ein Mann ist, der weiß was er will und wie er das was er will ausdrücken soll.

Soviel dazu. Mehr folgt noch.

"Medikamentenausgabe"

 

Cya, Domi 

28.8.08 22:46





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